Abbruchverband Nord
Initiative Kostenreduziertes Bauen – Hamburg Standard

Der Abbruchverband Nord e.V. beteiligt sich an der Initiative kostenreduziertes Bauen – auch bekannt als Hamburg Standard. Bis zu 200 Fachleute, Vertreter:innen aus der Praxis sowie Entscheidungsverantwortliche aus rund 100 Institutionen der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand arbeiten gemeinsam an einem zentralen Ziel: die Baukosten im Wohnungsneubau nachhaltig zu senken.
Was ist die Initiative kostenreduziertes Bauen?
Der Wohnungsmarkt in Deutschland steht vor großen Herausforderungen: hohe Baukosten, steigende Zinsen, teils lange Genehmigungsverfahren und ein wachsender Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Die von der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen initiierte Initiative kostenreduziertes Bauen setzt genau hier an. Mit dem neu entwickelten Hamburg-Standard soll ein entscheidender Beitrag zur Bewältigung der Wohnungsbaukrise geleistet und neue Perspektiven für einen erfolgreichen Wohnungsneubau eröffnet werden.
Der Ansatz geht dabei bewusst über rein technische Lösungen hinaus. Im Mittelpunkt stehen ein Kulturwandel im Planen und Bauen, eine veränderte Denkweise sowie konkrete Maßnahmen, um Planungs- und Bauprozesse effizienter zu gestalten und unnötige Kostentreiber konsequent zu reduzieren.
Arbeitskreis Nachhaltigkeit
In den drei Handlungsfeldern der Initiative kostenreduziertes Bauen wurden umfassende Einsparpotenziale identifiziert, die eine Reduzierung der Baukosten um bis zu ein Drittel ermöglichen können.
In interdisziplinären Arbeitskreisen wurden bestehende rechtliche und bauliche Standards ebenso kritisch geprüft wie Planungs-, Verwaltungs-, Bau-, Management- und Ausführungsprozesse. Ziel ist es, Effizienzpotenziale zu identifizieren und praxisnahe Lösungsansätze für einen wirtschaftlicheren Wohnungsbau zu entwickeln.
Der Abbruchverband Nord e.V. engagierte sich aktiv im Arbeitskreis 14 „Nachhaltigkeit“, Unterarbeitskreis 3 „Digitale Planungsprozesse“. Im Rahmen von Workshops brachte der Verband seine fachliche Expertise ein und entwickelte gemeinsam mit den weiteren Teilnehmenden zukunftsfähige Lösungsansätze.